Die Stadtkirche St. Jacobi befindet sich in Neustadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Der Turm der 1884 im neogotischen Stil umgebauten Kirche ist das höchste Gebäude des Ortes. Im Jahr 1346 wurde sie erstmals als Stadtkirche erwähnt.
Der Altarraum ist der älteste Teil der Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Die gotischen Gewölbe blieben bei der Renovierung 1883/1884 stehen.
Der Altar ist eine Schnitzarbeit des Dresdner Tischlermeisters Adolf R. Trache, nach Modellen der Bildhauer Razzan und Bäum. Die bekrönende Figur ist der gekreuzigte Jesus,
zu dessen Füßen Maria, seine Mutter, und Johannes, der einzige der Jünger, der Christus zum Kreuz begleitete, stehen.
Altar, Kanzel und Lesepult und der Taufdeckel sind Werke von Tischlermeister Trache aus Dresden. Die Buntglasfenster im Altarraum zeigen die 12 Apostel.
In der Mitte des Altarraumes hängt ein Messingleuchter von 1730, der sich bereits im Vorgängerbau befand.
Auf der Westempore befindet sich die Orgel, Opus 25 der Bautzener Orgelbauer Eule aus dem Jahr 1884.
Das Instrument verfügt über 28 klingende Stimmen auf zwei Manualen (Umfang jeweils C – f’’’; 54 Tasten) und Pedal (C – d’; 27 Tasten).
Hinter dem neogotischen Prospekt stehen die insgesamt 1728 Pfeifen.
Im Sommer ist die Jakobikirche meist an den Dienstagen von 10 bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet, nach Absprache mit dem Pfarramt sind andere Zeiten möglich.