St. Franziskus, meist Franziskanerkirche genannt, ist die zweite nachreformatorische römisch-katholische Kirche Dortmunds.
Sie liegt an der Franziskanerstraße in der östlichen Innenstadt.
Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika im neugotischen Stil mit einem zweijochigen Chor, entworfen von dem Dortmunder Architekten Johannes Franziskus Klomp.
Sie trägt das Patrozinium des Ordensgründers Franz von Assisi.
"Altar im Chor"
Am 4. Oktober 1898, dem Fest des heiligen Franziskus, wurde der Grundstein gelegt. Die Kirchweihe wurde am 13. Juni 1902 mit Bischof Wilhelm Schneider aus Paderborn gefeiert
Drei Chorfenster stammen von Nikolaus Bette, 1987: Szenen aus dem Leben des hl. Antonius von Padua,
Szenen aus dem Leben des hl. Franz von Assisi und Szenen aus dem Leben von Bruder Jordan Mai. Ein weiteres, ornamentiertes Chorfenster schuf Wilhelm Buschulte, 1979
2006 erfuhr die Kirche eine grundlegende Innenrenovierung,
der Altar erhielt ein altes holzgeschnitztes Altarretabel, das aus einer Lippstädter Werkstatt stammt,
und vier ebenfalls holzgeschnitzte neugotische Altaraufsätze mit gemalten franziskanischen Heiligen aus dem aufgelösten Franziskanerkloster Osnabrück.
Video
Ein visueller Rundgang durch die Franziskanerkirche.
Szenen aus dem Leben des hl. Antonius von Padua. Nikolaus Bette , 1987
"Orgel"
Die heutige Orgel wurde 1969 (1966) von der Firma Franz Breil (Dorsten) erbaut. Sie besitzt 39 Register auf vier Werken (drei Manuale und Pedal).
Das Schleifladeninstrument hat mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur (die Koppeln für das III. Manual sind elektrisch).
Im Jahre 2018 wurde es durch den Orgelbauer Stephan Trostheide (Oelde) grundlegend renoviert:
Der Spieltisch wurde mit neuen Registerwippen ausgestattet und mit einer modernen Setzeranlage versehen.
Zudem wurden für das Schwellwerk (III. Manual) Sub- und Superoktavkoppeln ergänzt sowie das gesamte Orgelwerk durch Matthias Wirth (Kevelaer) und Stephan Trostheide neu intoniert.