Die Marienkirche ist eine evangelische Kirche in der Dortmunder Innenstadt aus dem 12. Jahrhundert.
Sie liegt südlich der Reinoldikirche am Ostenhellweg. Der äußere Eindruck der Marienkirche wird geprägt vom Werksteinmauerwerk aus hellem Sandstein.
Der Rundbogen des romanischen Portals an der Südseite wird von Säulen getragen, deren Kapitelle mit floraler Ornamentik geschmückt sind.
Die Marienkirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika ohne Querhaus.
Bild 1: Beim Adlerpult handelt es sich um ein Lesepult aus dem Jahre 1450.
Das auf einer Sandsteinsäule angebrachte gotische Pult aus Messing stellt den Adler weitgehend naturalistisch dar.
"Chor"
Bild 1: Sakramentshaus von 1894 mit Heiligenfiguren.
Bild 2: Im Chorraum auf der südlichen Seite findet sich eine Skulptur von Jesus.
Christus ist hier als Weltenherrscher im Stil eines Kaiserbildes dargestellt,
ausgestattet mit den Reichsinsignien weltlicher Macht, der Bügelkrone und dem Reichsapfel.
Bild 3: Das Chorgestühl aus dem 16. Jahrhundert wurde im Stil der niederrheinischen Spätgotik aus Eichenholz geschnitzt.
Es entstand wahrscheinlich 1523.
"Marienaltar"
Auf dem Hauptaltar finden sich die Tafeln des Marienaltars (um 1420) von Conrad von Soest, die ursprünglich Teil eines 1720 zerstörten, gotischen Altars waren.
"Berswordtkapelle"
Bild 1: Der spätromanische Taufstein stammt aus der Stauferzeit und befindet sich in der Berswordtkapelle.
Bild 3: Ein Taufbecken aus Holz im barocken Stil befindet sich nahe dem Westportal im Hauptschiff.
Der Berswordt - Altar oder das Berswordt-Retabel steht heute im nördlichen Seitenschiff. Die Bilder sind vor 1390 zu datieren und zeigen auf der Außenseite eine Verkündigung an Maria.
Im Inneren eine auf drei Szenen konzentrierte Passion Christi.
Die linke Tafel des Berswordt-Altars zeigt in der Kreuztragung Jesus auf dem Kreuzweg nach Golgatha.
Die mittlere Tafel fasst in einem volkreichen Kalvarienberg verschiedene Episoden der Kreuzigung zusammen. Die rechte Tafel zeigt die Kreuzabnahme.
"Heiligen Figuren"
Bild 1: Hl. Michael.
Bild 2: Die Goldene Muttergottes von Dortmund ist eine spätromanische Marienfigur, etwa aus dem Jahre 1230.
Bild 3: Die gotische Sandsteinmadonna im rechten Seitenschiff der Marienkirche wurde von R. Fritz auf das Jahr 1420 datiert.
Die 75 Zentimeter hohe Sitzmadonna zeigt Reste der ursprünglich farbigen Fassung.
Dem Christuskind auf dem Schoß Marias fehlt der Kopf.
"Orgel"
Die heutige Orgel der Marienkirche verfügt über 34 Register auf drei Manualen und Pedal. Sie stammt aus dem Jahre 1967.
Das Instrument steht wie die mittelalterliche Orgel als Schwalbennestorgel auf einer Empore vor der nördlichen Mittelschiffswand.
Das Hauptgehäuse ist in abstrahierenden Formen dem spätgotischen nachgebildet.
Hier sind das Hauptwerk und darunter das Schwellwerk angebracht. In der Emporenbrüstung steht ein Rückpositiv. Das Pedalwerk steht,
durch eine Lattenverkleidung verdeckt, hinter dem Hauptgehäuse oberhalb der nördlichen Seitenschiffsgewölbes.
Die Orgel ist seitenspielig, der Organist sitzt an der linken unteren Schmalseite des Hauptgehäuses.
Die hohen, leeren Hochwände unter den je vier Rundbogenfenstern, die ursprünglich ausgemalt waren, lassen die Arkadenzone verhältnismäßig gedrungen und niedrig wirken.