Die Petrikirche ist ein mittelalterliches Gotteshaus unmittelbar am Westenhellweg in der Innenstadt Dortmunds.
Der dreijochige Bau wurde 1322 begonnen und ist in hellem Sandstein ausgeführt.
Das Gebäude ist von fast quadratischem Grundriss mit vergleichsweise kurzem Chor.
"Video"
Ein visueller Rundgang durch die Sankt Petri Kirche.
"Goldenes Wunder von Westfalen"
-Ansicht Tafelbilder-
Vor dem Altar wurde aus konservatorischen Gründen eine monumentale Glaswand errichtet.
Der Flügelaltar wird im Laufe des Kirchenjahres unterschiedlich geöffnet und zeigt dann zur Frontseite eine unterschiedlich Darstellung.
Während der Karwoche präsentiert sich das Retabel in geschlossenem Zustand, auf der Frontseite zeigen sich in diesem Zustand 18 Tafelbilder.
Am Infostand der Petrikirche ein großformatisches Bild des Altars mit Beschreibung der einzelnen Bildtafeln.
Der Altar genannt das Goldene Wunder von Westfalen ist ein Antwerpener Retabel aus dem Jahre 1521.
Mit 5,65 Meter Höhe und 7,49 Meter Breite bei geöffneten Flügeltüren gilt der Dortmunder Schnitzaltar als der größte, erhaltene Antwerpener Altar.
Das Retabel ist mit zwei Paaren Flügeln ausgestattet, deren Inneres auf der Innenseite zudem plastisch geschnitzt ist.
Im geschlossenem Zustand, auf der Frontseite zeigen sich 18 Tafelbilder.
Von Pfingsten bis Erntedank wird das äußere Paar der Flügeltüren des Retabels geöffnet.
Auf den 36 Tafelbildern ist nun ein Zyklus der Familien- und Kindheitsgeschichte Jesu zu sehen.
Nach der 2. Öffnung präsentiert sich das Retabel in voller Pracht.
"Goldenes Wunder von Westfalen"
-Goldene Retabel-
Am Infostand der Petrikirche ein großformatisches Bild des des offenen Altars mit Beschreibung der einzelnen Tafeln.
Von Erntedank bis zur Karwoche und von Ostern bis Pfingsten ist der eigentliche vergoldete
Schnitzaltar mit 36 Gefachen und insgesamt 633 vergoldeten Figuren darin zu sehen.
Dargestellt ist hier die ausführliche Passionsgeschichte Jesu.
In vollständig geöffnetem Zustand zeigen sich 27 geschnitzte figurenreiche Reliefszenen,
darunter die Kreuzigung Christi in der Mitte des Schreins.
Der Innenraum ist durch Pfeiler mit Halbsäulen, Wandvorlagen und Gewölbebögen klar gliedert, an den Wänden einige wenige Apostelfiguren.
Die beiden mittelalterlischen Statuen, an der Rückwand, die Tunika fällt in einer großen weichen Kurve bis auf die Füße herab.
Der lichte Raum einer gotischen Hallenkirche,
ungehemmt leuchtet das Tageslicht durch helles Antikglas auf die Säulen aus grauem Sandstein und auf den hellen Putz der Wände.
Das Taufbecken schlicht gehalten.
Die Inschrift auf dem Bronzedeckel:
ICH WAHRLICH SAGE DIR ES SEI DENN DAS JEMAND GEBOREN WERDE AUS WASSER UND GEIST SO KANN ER NICHT IN DAS REICH GOTTES KOMMEN Johannes 3/5
"Die Orgel"
Die alte Orgel der Petrikirche. Die Walcker-Orgel wurde 2015 erneuert.
Die neue Orgel der Petrikirche von 2015 stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Oliver Schulte.
Sie besteht aus alten englischen Orgelpfeifen aus dem 19. Jahrhundert.
Das Gehäuse aus Birkenholz ist farblich den Säulen der Kirche angepasst.
Sie hat einen mobilen Spieltisch. Klanglich ist es eine -romantische- Orgel.
Die Kirche ist mit historischem Brunnen als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.
Die evangelische Stadtkirche St. Petri liegt inmitten der Dortmunder City direkt am Hellweg.