Der Turmhelm der Basilika ist als "schiefer Turm von St. Lambertus" ein Wahrzeichen der Landeshauptstadt
und bestimmt seit 1394 die Silhouette der Rheinfront mit. St. Lambertus ist die Mutterkirche Düsseldorfs.
Hier befindet sich eine barocke Kreuzgruppe (nach 1887 entstand ein neuer Kalvarienberg an der Düsseldorfer St.-Lambertus-Kirche,
der von Anton Josef Reiss geschaffen wurde) an der Aussenwand der Basilika. Das Bronzeportal Bild 3, 1958–1960 kreiert von Mataré.
Im Innern birgt die Kirche eine Fülle von bedeutenden Kunstwerken aus 7 Jahrhunderten und einen bemerkenswerten Kirchenschatz.
Bild 2: das "Michaelsfenster" über der Kreuzigungsgruppe an der Westseite der Kirche.
"Hochaltar"
Blick vom Mittelschiff aus in den Chorraum der Kirche. Der Hochaltar (17. Jh.)
wird flankiert von den Figuren der hll. Lambertus, Apollinaris, Thomas und Pankratius.
Dort, wo früher (vor 1634) ein Lettner den Chorraum der Stiftsherren vom Kirchenschiff der Laien trennte,
steht heute der Zelebrationsaltar (1978, Karl Matthäus Winter, Limburg) mit dem Schrein (1665) des
Stadtpatrons St. Apollinaris. Die Gebeine des Heiligen wurden 1383 nach Düsseldorf gebracht.
"Kanzel"
Am Kanzelkorb sieht man links und rechts an den Seiten die Apostel Petrus und Paulus. Christus sieht man groß in der Mitte.
Über dem Kanzelkorb die Taube im Strahl, an der Kanzeldecke ist das Zeichen für den Heiligen Geist.
"Taufstein"
In der Mitte des nördlichen Seitenschiffs steht der Taufstein aus dem 15. Jahrhundert. K.M.Winter schuf 1977 den Bronzedeckel, der den Schöpfungsbericht (Gen.1) darstellt.
”Sakramentshaus”
Das wertvollste Kunstwerk der Kirche ist zweifellos das ”Sakramentshaus”,
das am nordöstlichen Chorpfeiler bis hoch ins Gewölbe aufragt, ”durch seinen ornamentalen Schmuck
und seinen Figurenreichtum das bedeutendste derartige Werk des Niederrheins” (Clemen).
An der linken Seite des Sockels befindet sich ein Löwe mit einem Wappenschild.
Dies zeigt eine der ältesten Darstellungen des "Düsseldorfer Stadtwappens", den gestürzten Anker (noch ohne den bergischen Löwen).
”Grabplatten”
Die Kirche war seit jeher Begräbnisstätte gewesen; davon zeugen die verschiedenen Grabplatten im Fußboden des Gotteshauses.
Bild 1: Die Grabplatte erinnert an Dechant Heinrich Schmitz, der von 1954-1966 Pfarrer der
St. Lambertus-Gemeinde war und auf deren Wunsch in der Kirche beigesetzt wurde (+ 12.8.1966).
Bild 2: Grabmal der Margaretha von Windeck oder der Elisabeth von Waldeck.
Bild 3: Das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert (Bild mitte unten) erinnert an das Kanonikerstift.
”Chorumgang”
In der Achse des Chorumgangs, Bild 1 + 2: steht das Grabmal für Herzog Wilhelm V., genannt ”der Reiche”.
Dieses hervorragende Kunstwerk der Renaissance aus schwarzen Marmor und Alabaster wurde von dem Kölner Bildhauer Gerhard Scheben 1596-99 errichtet.
Bild 2 + 3: der Altar der Schneiderzunft, auffallend ist,
das der Geistliche links unten eine Almutia aus Fehrückenfell trägt, also eine Kürschnerarbeit.
Außerdem oben rechts der Harfenspieler mit einem Kragen aus Hermelinfell.
Der Altar wird bekrönt vom Heiligen St. Martin, dem Patron der Schneider.
"Altäre"
Bild 1: der Altar der Goldschmiede mit dem in St. Lambertus seit jeher hochverehrten Gnadenbild ”Maria in der Not” (1334).
Bild 2: Triptychon der Rosenkranzbrüderschaft. Die Inschrift oben: RENOVATIO ET CONFIRMATIO: SS: ROSARY SB PP: ALEXANDRO: VII. -
Erneuerung und Bestätigung der Rosenkranzbruderschaft durch Papst Alexander VII. unten links:PHILIP. WILH: PA: JUL: CLIV: ET MONT: DUX: JOANNES WILH: FILIUS -
Herzog Philipp Wilhelm, Pfalzgraf von Jülich, Cleve, Burg, und Sohn Johannes Wilhelm in der Mitte:POSITA A.~ 1679 - Gemalt 1679 rechts:
AMELIA ELIS. MAGD. DUCISSA / ELEONORA TERESIA MAGD. FILIA - Herzogin Amelia Elisabetha Magdalena und Tochter Eleonora Teresia Magdalena.
Links unter den Päpsten Herzog Philipp Wilhelm mit seinem Sohn und den männlichen Mitgliedern der Rosenkranzbrüderschaft.
Auf der rechten Seite Herzogin Amelia Elisabeth mit ihrer Tochter und den weiblichen Mitgliedern der Bruderschaft.
Quelle: Lambertus-Bote, Pfarrgemeinde der Basilika St. Lambertus, Düsseldorf-Altstadt.
Im ersten Altar (Schreiner-Zunft) ein gotischer Holzschrein (15. Jahrh.) mit Gebeinen des hl. Pankratius.
Wandgemälde des 15. Jh.,restauriert durch Heinrich Lauenstein.
Das Wandgemälde befindet sich im Südschiff des Sakralbaus und zeigt eine Marienfigur mit Christuskind.
Sechs Engel umgeben die beiden Gestalten. Die Engel sind zu Paaren zusammengefasst und mit verschiedenen Attributen ausgestattet worden.
So mit Musikinstrumenten, Büchern und Spruchbänder. Daneben die Fresken zeigen die hl. Margareta und das Martyrium des hl. Reinold.
”Kreuzweg”
Der Kreuzweg an den Wänden des nördlichen Seitenschiffs wurde von dem Limburger Künstler Karl Matthäus Winter zwischen 1960 und 1966 aus Alabaster geschaffen.
”Rieger Orgel”
Die beiden Orgeln der Lambertuskirche wurden von der österreichischen Orgelbaufirma Rieger erbaut.
Die große Turmorgel im französisch-romantischen Stil wurde 1999 fertiggestellt. Das Instrument hat 54 Register auf drei Manualwerken und Pedal.
Es lässt sich von zwei Spieltischen anspielen: einem eingebauten Spieltisch mit mechanischen Spieltrakturen,
und einem fahrbaren mit elektrischen Spieltrakturen. Die Registertrakturen sind elektrisch.
Die Chororgel (Orgelbau Rieger, 22 Register) wurde im September 2004 eingeweiht.
”Pieta”
An der Westseite der Kirche, vorbei an der Christophorus-Figur aus dem 16. Jahrhundert,
befindet sich in einer von K.M.Winter 1975 geschaffenen Stele die ”Pieta”, das Bild der Schmerzensmutter,
die ihren toten Sohn auf dem Schoß hält.