Sankt Vincenz ist ein Kirchengebäude der katholischen Kirche in Menden direkt im Zentrum.
Bei dem heutigen Bau handelt es sich im Kern um einen gotische Hallenkirche, die ab 1345 in der Amtszeit des Erzbischofs Walram erbaut wurde.
Der älteste Teil der Kirche ist der Westturm, der im Kern noch auf das 14. Jahrhundert zurückgeht.
Dieser diente auch als Wehrturm, äußeres Zeichen hierfür sind die schmalen Schießschartenöffnungen.
Das Kirchenschiff stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche ist dreischiffig und dreijochig mit runden Säulen.
Die Kirche hat ein Kreuzgewölbe mit Rippen und schön gearbeiteten Schlusssteinen. Die Fenster sind spitzbogig mit Maßwerk.
In den Jahren 1868 bis 1871 wurde die Kirche um Querschiff und Chor im spätgotischen Baustil durch den Architekten Fischer erweitert.
Bild 3: Triumphkreuz aus der 2.Hälfte des 15. Jahrhunderts.
"Hochaltar"
Das frühbarocke Retabel des Hochaltars. Es handelt sich um einen Säulenaufbau mit Figuren und Reliefs.
Gespendet vom Bürgermeister und Richter Johannes Wulff sowie seinen Söhnen. Datiert auf Juni 1628.
"Kanzel"
Die im neogotischen Stil ausgestattete Kanzel wurde 2005 in der Kirche an der vorderen Säule angebracht. Bild 2: Der Tabernakel.
Die Kreuzwegreliefs sind das Werk des Bildhauers Fleige aus Münster. Er stiftete sie im Jahr 1889 der St. Vincenz Kirchengemeinde.
Vier Heiligenfiguren aus dem Barock sind 2009 an Säulen rund um das in der Mitte des Kirchenschiffs aufgestellte Taufbecken gruppiert,
ursprünglich befanden sie sich an diversen anderen Stellen innerhalb des Kirchengebäudes.
Bild 1: Hl. Joseph mit Jesuskind. Rokokoskulptur aus dem 18.Jahrhundert.
Bild 1: Freie Komposition. Hubert Spierling, 1972 Fenster im Querschiff, Antik-,Opalglas/Blei.
Bild 2: Freie Komposition. Hubert Spierling, 1972 Fenster in der Chorkapelle, Antik-,Opalglas/Blei.
"Orgel"
Eine erste Orgel wird in einem Ratsprotokoll im Jahr 1733 erwähnt. Ein Neubau erfolgte 1756 durch den Orgelbauer Balthasar König.
Erweitert und umgebaut wurde dieser 1861, ehe 1896 eine neue Orgel angeschafft wurde. Nach einem Feuer wurde diese 1852 restauriert.
Eine neue Orgel wurde 1970 angeschafft, die sich aber als störanfällig erwies. Im Jahr 2006 erfolgte die Aufstellung der aktuellen (2009) Orgel.
Das Instrument aus der Orgelbauwerkstatt Martin Scholz (Mönchengladbach) hat 34 Register, drei Transmissionen (Pedal) und einen Vorabzug auf drei Manualen und Pedal.
Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch.
Zusätzlich zur Hauptorgel existiert auch eine Chororgel
"Turmkapelle"
In der Turmkapelle finden wir die Figuren der großen Kreuzigungsgruppe unter dem Baldachin an der Antoniuskapelle.
Bild 2: Das Tafelbild im Turmraum der St. Vincenz Kirche -Ecclesia- mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit vom Mendener Künstler Wilhelm Schneider